Depressionen vermeiden – Auslöser identifizieren und ausschalten

Psychische Erkrankungen gelangen zunehmend ins öffentliche Bewusstsein. Allen voran Depressionen, die es auf einen der vorderen Plätze der häufigsten Diagnosen geschafft haben. Auch als Ursachen für Krankschreibungen stehen sie ganz weit vorne.

Positiv ist, dass eine einmal erworbene Depression mit einiger Aussicht auf Erfolg psychotherapeutisch wie auch medikamentös behandelt werden kann. Beides ist langwierig und eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Die Arzneitherapie mit Antidepressiva kann zusätzlich auch von gravierenden Nebenwirkungen begleitet sein. Es ist für depressionsgefährdete Menschen daher ratsam, nach Präventionsmöglichkeiten zu suchen, die im Idealfall auch mögliche Ursachen der Erkrankung einschließen.

Solche Maßnahmen können sowohl psychosozialer Natur sein wie auch auf eine Optimierung der Versorgung mit Mikronährstoffen zielen. Für beides gibt es gute Gründe, bedeutet aber, vor Beginn von konkreten Präventionsmaßnahmen individuelle Risikofaktoren zu identifizieren.

Individuelle Risikofaktoren identifizieren und reduzieren

Für die gesunde Entwicklung eines Menschen sind Sozialkontakte ebenso wie die optimale Versorgung mit Mikronährstoffen von elementarer Bedeutung. Leidet der Mensch an Einsamkeit oder mangelt es an bestimmten Mikronährstoffen, bleibt das nicht folgenlos für Psyche und Körper.

So ist aus zahlreichen Studien und Beobachtungen bekannt, dass Vereinsamung in hohem Maße mit Depressionen und Angststörungen korreliert. Nach den Ergebnissen französischer Forscher ist das Depressionsrisiko bei Alleinlebenden insgesamt etwa doppelt so hoch wie bei Menschen, die in einem Mehrpersonenhaushalt leben.

Ist das „Alleinsein“ nun auch die Ursache für die Depression oder spielen andere Gründe im Zusammenhang mit dem Alleinsein eine viel wichtigere Rolle? Klar scheint nur zu sein, dass Einsamkeit die als Vereinsamung empfunden wird ein gewichtiges Depressionsrisiko ist, während das freiwillig gesuchte Single-Dasein kein Risikofaktor darstellt. Im Sinne von Depressionsprävention macht es daher keinen Sinn, allen Singles eine Änderung ihres Lebensstils vorzuschlagen. Nur für solche unter ihnen, die sich in ihrem Single-Dasein einsam fühlen, könnte eine Änderung der Lebenssituation im Sinne von Depressionsprävention hilfreich sein.

Dabei gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten sich Depressionen zu stellen.

Die LED Lichttherapie ist ein Verfahren zur Behandlung von Depression und Schlafstörungen. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nachgewiesen. Die Lichttherapie kann eine nebenwirkungsarme und physiologische Ergänzung im Behandlungsspektrum sein.

Bedarfsermittlung für Mikronährstoffe

Analoges gilt für Mikronährstoffe, die bei unzureichender Versorgungslage eine potenzielle Ursache psychischer Erkrankungen sein können. So ist durch verschiedene Studien bekannt, dass eine Minderversorgung mit den wichtigen Omega-3-Fettsäuren zu neurophysiologischen Störungen einschließlich Depressionen und Angststörungen führen kann.

Umgekehrt kann aber nicht eindeutig vorhergesagt werden, dass die optimale Versorgung des Körpers mit dem Mikronährstoff Omega-3-Fettsäure immer die Entwicklung einer Depression verhindert. Dazu sind die molekularen Ursachen neurophysiologischer Störungen viel zu komplex. Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung von Mikronährstoffen ist, nicht nur bei Depressionen, dass für diese durch Mangel oder erhöhtem Verbrauch auch ein zusätzlicher Bedarf besteht, der ausgeglichen werden muss. Ist das gewährleistet, macht eine Substitution mit Mikronährstoffen als präventive Maßnahme Sinn. Ist das nicht der Fall, besteht die Gefahr, dass die Anwendung von Mikronährstoffen wegen scheinbarer Wirkungslosigkeit zu Enttäuschungen führt. Leider wird der individuelle Bedarf von Mikronährstoffen durch Blutspiegelbestimmungen viel zu wenig genutzt. Auch in wissenschaftlichen Studien.

Kann also in solchen Studien nicht der gewünschte Erfolg nachgewiesen werden, muss das nicht unbedingt am untersuchten Mikronährstoff liegen. Es kann auch sein, dass dieser im Blut der Betroffenen ausreichend vorhanden ist, eine zusätzliche Einnahme also gar keinen Sinn macht.

Depressionen vermeiden - Unser Fazit

Einsamkeit wie auch der Mangel an bestimmten Mikronährstoffen sind Risikofaktoren für Depressionen. Für erfolgversprechende Präventionsmaßnahmen gilt es in jedem Einzelfall den Mangel an Sozialkontakten ebenso wie den an Mikronährstoffen genau zu bestimmen, um zielgenau Präventionen einleiten zu können. Das Gießkannenprinzip ohne Kenntnis des konkreten Bedarfs führt zu keiner erfolgreichen Prävention.

Der vorherige Eintrag Der nächste Eintrag

0 Kommentare