Die guten Vorsätze für das Neue Jahr — was ist dran am Mythos

Alljährlich erleben wir es wieder. Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und damit beginnen wir insgeheim mit einer Willenserklärung. „Im nächsten Jahr möchte ich abnehmen, weniger Schokolade essen, mehr Sport treiben, die Freunde nicht vernachlässigen, mit der Mama mal wieder etwas unternehmen und so weiter.“ Aber werden diese Vorsätze „auf Bestellung“ eingehalten? Eher nicht. Kurze Zeit später sind sie vergessen und die meisten Menschen halten sich gleich gar nicht daran. Und dies hat mehrere Ursachen — allem voran die „gute Absicht auf Knopfdruck“.

Warum sind gute Vorsätze schwer einzuhalten

Viele Menschen haben zwischen Weihnachten und Neujahr Zeit Dinge zu überdenken, die ihnen schon die ganze Zeit am Herzen liegen. Zwischen den friedlichen Tagen erscheint es leicht etwas von Grund auf zu verändern. Besonders nach dem üppigen Weihnachtsessen wissen wir, dass es gut wäre mal wieder ein paar Pfund abzuspecken. Sei es mit gesundem Essen, bei dem man Fettfallen entgeht. Oder mit sportlichen Aktivitäten, gleich, ob im Fitnessstudio, beim Joggen oder durch Wandern an der frischen Luft. Beziehungsweise alte Freunde anrufen, die wir schon lange nicht mehr gesprochen haben oder der betagten Nachbarin den Müll rausbringen. Spätestens im Alltagstrott werden die gestellten neuen Absichten verworfen, denn wir merken schnell, dass dies ganz schön zeitaufwendig ist und alte Angewohnheiten so wunderbar bequem sind.

Und mit nur einem Wimpernschlag verschieben wir unsere guten Absichten, vielleicht auf den nächsten Monat oder den übernächsten und immer so weiter. Der Startschuss für den guten Vorsatz geben die meisten Menschen gar nicht erst. Er ist zwar im Kopf, aber dort bleibt er als mahnender Bote und das macht Menschen frustriert. Sie denken, gute Absichten sind nicht der Mühe wert. Und gerade das stimmt nicht!

Kleine Ziele stecken — Step by Step

Überdenken wir es richtig, dann es ist eigentlich „Unsinn“ den Jahreswechsel zur Umformung zu benutzen. Ist es nicht eher so, dass wir ihn als Alibi vorschieben und tief im Inneren wissen, dass uns Veränderungen Mühe machen und wir sie nicht erfüllen können oder es ernsthaft wollen. Fühlen wir uns ausgelaugt und schlapp, dann ist es natürlich, gleich einen Gang herunterzudrehen, beziehungsweise sich an der frischen Luft in der Natur einen Frischekick zu holen.

Entdecken wir ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen, dann ist es Zeit sich Gedanken über die Ernährung und die Lebensgewohnheiten zu machen, und zwar in diesem Augenblick. Oder vielleicht schon davor, dann bräuchten wir gar nicht erst zu überlegen, wie wir die überflüssigen Kilos wieder loswerden. Merken wir, dass wir die beste Freundin oder den besten Freund seit Wochen nicht mehr gesprochen haben, dann sollten wir zum Hörer greifen, und zwar just in diesem Moment. Und so verhält es sich mit allen guten Vorsätzen für Veränderungen, denn diese unterliegen keinem bestimmten Zeitraum.

Zeit zum Ausklinken nehmen — mach mal eine Pause

Gelingen Vorsätze nicht immer, ist das vielleicht nicht schön, aber auch nicht so tragisch. Meist kommen wir zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurück und plötzlich gelingt es wie von Zauberhand. Denn für alles gibt es den richtigen Moment. Man muss sich nur etwas Zeit lassen und Ruhe in den Kopf bekommen. Dies gelingt sehr gut mit Meditationen, die wirklich nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, aber dem Körper eine erholsame Auszeit bieten.

Regelmäßiges Meditieren wirkt sich positiv auf die Stimmung aus und vermindert Stress. Interessierte finden dazu Kurse, Bücher oder auch Anleitungen im Internet. Sanfte Sportarten wie Yoga, autogenes Training, Thai-Chi oder Pilates helfen Körper, Geist und Seele sich zu entspannen. Davon haben wir alle schon gehört und tatsächlich ist es auch so. Zudem werden dabei Glückshormone ausgeschüttet und wir fühlen uns einfach wohl. Ausgeglichenheit hilft enorm dabei sich kleine Ziele zu setzen und nichts zu erzwingen. Damit lassen sich wesentlich bessere Ergebnisse erreichen, die uns einfach guttun. Einige Menschen finden ihre innere Balance und ihren Ruhepol, wenn sie mit der Familie zusammen sein können. Und aus dieser Geborgenheit heraus lassen sich oft kleine Ziele einfügen, die dann auch gelingen.

Die Devise lautet: Nichts erzwingen, sondern mit kleinen Schritten zum gewünschten Ziel.

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