L-Arginin HCL – Nicht nur für Sportler eine wichtige Aminosäure

L-Arginin ist vor allem im Sport- und Fitnessbereich schon lange bekannt. Mittlerweile ist die Aminosäure aufgrund ihrer vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten aber auch Gegenstand ernährungsmedizinischer Forschungen geworden. Während der 90er Jahre wurde immer mehr klar, dass L-Arginin für verschiedene zentrale Stoffwechselvorgänge von Bedeutung ist.

Die so genannte semiessentielle Aminosäure kann zwar vom Körper hergestellt werden, dies jedoch nicht in einer ausreichenden Menge. Stress und andere psychische sowie physische Belastungen sowie bestimmte Erkrankungen können schnell einen Mangel verursachen. Eine Nahrungsergänzung mit L-Arginin erachten wir deshalb als durchaus sinnvoll.

L-Arginin HCL – Vitalstoffwunder für das Wohlbefinden

Für das allgemeine Wohlbefinden ist die semiessentielle Aminosäure L-Arginin unverzichtbar. Dabei spielen Geschlecht, Alter und auch Lebenssituation keine wirkliche Rolle. So sind wir der Meinung, dass jeder in seinem Alltag von L-Arginin HCL profitieren kann.

Aus chemischer Sicht handelt es sich bei der Aminosäure eigentlich gar nicht um eine Säure, sondern eigentlich um eine Base. Spricht ein Chemiker von „L-Arginin Base“, dann ist reines L-Arginin damit gemeint. Dieses ist in Wasser gut löslich, was jedoch einen unangenehmen Geruch und eine seifige Konsistenz verursacht. Wird es eingenommen, bildet der menschliche Körper aus dem Salz der Salzsäure Hydrochlorid und bindet so das L-Arginin.

Mit unserem L-Arginin HCL wird dieser Schritt umgangen, denn dem L-Arginin ist bereits Hydrochlorid zugefügt. Damit wird das L-Arginin stabiler und bringt einige Vorteile mit sich. So ist es

• geruchsärmer
• geschmacksneutraler und
• besser wasserlöslich

als L-Arginin Base.

Im Körper verbinden sich Aminosäuren wie Arginin zu Eiweißmolekülen. Aus diesen wiederum entstehen Proteine, weshalb Aminosäuren auch als eiweißbildend gelten. Die so entstandenen Proteine sind wieder die Basis für Organe, Knochen, Muskeln und Gewebe, weshalb menschliches Leben ohne die Proteine nicht möglich ist.

Der Körper kann die semiessentielle Aminosäure L-Arginin zwar auch selbst herstellen, jedoch ist dies nicht immer in ausreichendem Maß möglich. In diesem Fall ist eine ergänzende Zufuhr wichtig. Dies ist neben argininreichen Lebensmitteln (z. B. Erdnüsse, Pinienkerne) auch mit entsprechenden Nahrungsergänzungen möglich.

L-Arginin und seine Funktionen

Im menschlichen Organismus ist L-Arginin an verschiedenen biologischen Funktionen beteiligt. Da es proteinogen ist, trägt es unter anderem zur Bildung von Enzymen und Neurotransmittern sowie von Haut- und Muskelgewebe bei.

Der hohe Gehalt an Stickstoff ist eine der wichtigsten Eigenschaften von L-Arginin. Der Körper kann aus der Aminosäure das Molekül NO (Stickoxid) bilden. Stickoxid ist wiederum für die Steuerung der Durchblutung und die Regulierung des Blutdrucks wichtig.

Zudem werden L-Arginin folgende Funktionen zugeschrieben:

• Regulierung und Steuerung des Immunsystems
• Freisetzung von körpereigenen Wachstumshormonen
• Regulierung des Cholesterinspiegels
• Protein- und Kreatinsynthese
• Kollagenaufbau und dadurch Wundheilung
• Knochenstoffwechsel
• Entgiftung von Ammoniak

Der tägliche Arginin-Bedarf

Täglich nimmt der Mensch etwa 1.000 bis 5.000 Milligramm Arginin in gebundener Form zu sich, wenn er gemischte Kost verzehrt. Der Körper kann im Harnstoffzyklus zudem geringe Mengen selbst produzieren. Diese Menge ist jedoch bei intensiver sportlicher Anstrengung, bei Krankheiten oder auch nach Verletzungen nicht ausreichend. Zudem steigt der Bedarf an L-Arginin mit fortschreitendem Alter.

Ernährungsmediziner empfehlen mittlerweile eine tägliche Zufuhr von 3.000 bis 5.000 Milligramm L-Arginin als Nahrungsergänzung.

Was passiert bei einem L-Arginin-Mangel?

Kommt es zu einem L-Arginin-Mangel kann dies zu Symptomen wie Leistungsabfall, Unruhe, erhöhte Infektanfälligkeit sowie einer schlechteren Wundheilung führen. Mögliche Beschwerden können dabei sehr unterschiedlich verlaufen, da L-Arginin im Körper eine Vielzahl an Funktionen ausübt. Deshalb können möglicherweise auch Erkrankungen wie Arteriosklerose, Bluthochdruck, Diabetes, Haarausfall, Gefäßstörungen oder Hautausschläge durch einen L-Arginin-Mangel begünstigt werden.

Die Zufuhr von L-Arginin ist für den menschlichen Körper also von großer Bedeutung. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Bedarf beispielsweise während Infekten, bei Stress, bei Rauchern, bei falscher Ernährung und Bewegungsmangel, während des Wachstums, während der Schwangerschaft, bei Verletzungen sowie Verbrennungen, bei Funktionsstörungen der Nieren oder auch während katabolen Zuständen erhöht ist. Wird in diesen Fällen über die Ernährung zu wenig L-Arginin aufgenommen, ist die Anwendung von L-Arginin HCL als Nahrungsergänzung sinnvoll.


Mögliche Neben- und Wechselwirkungen von L-Arginin HCL



In der Regel gilt L-Arginin HCL als sichere Aminosäure und ist deshalb auch als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen.

Bei der Einnahme höherer Mengen ab 10.000 Milligramm pro Tag kann es jedoch zu leichten Irritationen im Magen-Darm-Trakt kommen. Diese meist leichten Beschwerden gehen aber mit der Zeit durch die Gewöhnung an eine zusätzliche L-Arginin-Menge vorüber. Sehr selten kann es Erfahrungsberichten zufolge bei zu hohen Dosierungen zu Schlafstörungen kommen.

Vermutet wird weiterhin, dass die Infektion bei einer bestehenden Herpes-Infektion durch die Einnahme von L-Arginin verstärkt werden kann. Ursache ist wahrscheinlich die aktivierende Wirkung auf das Immunsystem. Weiterhin ist davon auszugehen, dass L-Arginin HCL in Dosierungen über 15.000 Milligramm pro Tag eine leicht entwässernde Wirkung aufweisen können.

Toxisch wirkt L-Arginin Tierversuchen zufolge aber erst ab einer Dosis von fünf bis zwölf Gramm je Kilogramm Körpergewicht. Demnach müssten Anwender schon ein halbes bis ein Kilogramm L-Arginin HCL einnehmen.

Bedingt durch seine Eigenschaften kann es unter der Einnahme von L-Arginin-Präparaten zu einer Wirkverstärkung von Medikamenten zur Senkung des Blutdrucks oder zur Behandlung von Erektionsstörungen kommen. In diesem Fall sollte vor einer Anwendung des Nahrungsergänzungsmittels Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.

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