Starke Frauen – diese Sportlerinnen haben uns richtig beeindruckt

Neben Größen wie Muhammad Ali und Christiano Ronaldo hinterlassen auch immer mehr Frauen ihren Abdruck in der Sportgeschichte. Stark, ehrgeizig und diszipliniert kämpfen sie sich an die Spitze der Weltranglisten und beweisen, dass sie ihren männlichen Kollegen in nichts nach stehen. Welche Sportlerinnen uns besonders beeindruckt haben und was Sie von Ihnen lernen können, erfahren Sie hier.

Serena Williams – gefragte Markenbotschafterin und Tennis-Ass

Die 37-Jährige ist als absolutes Tennis-Ass bekannt. Im zarten Alter von 14 Jahren begann Serena ihre Karriere bei den Canadian Open in Quebec, wo sie direkt haushoch verlor. Doch das war kein Grund für die junge Frau direkt aufzugeben. Ganz im Gegenteil: Serena trainierte härter und ließ sich auch von weiteren Rückschlägen nicht unterkriegen. Der Durchbruch gelang ihr dann letztendlich im Jahr 1997 in Chicago. Dort konnte sie mehrere Top-Ten-Spielerinnen besiegen und den Sprung auf die Top 100 der WTA-Weltrangliste schaffen. Doch selbst jetzt ging es für die Amerikanerin nicht stetig bergauf. Auch sie musste immer wieder Niederlagen verkraften und sich als eine der weniger dunkelhäutigen Frauen in einer extrem harten Sportart zunächst einmal beweisen.

Mittlerweile kennt den Tennis-Profi jeder. Williams gewann bisher ganze 23 Grand-Slam-Turniere im Einzelspiel und kann sich damit neben Größen wie Steffi Graf und Margaret Court einreihen. Ihr maskulines Äußeres wurde früher oftmals kritisiert und belächelt, doch gilt mittlerweile als absolutes Markenzeichen. Die durchtrainierte Schönheit beendete bereits fünf Mal eine Saison auf Platz 1 der Tennisweltrangliste und ist mittlerweile gefragter Werbepartner für große Marken. Sie erhielt Auszeichnungen von der Sports Illustrated und hat die wohl höchste Karrierepreisgeldsumme in Höhe von 88 Millionen US-Dollar abkassiert. Die angesehene Markenbotschafterin kann sich ihre Jobs mittlerweile gezielt aussuchen und kümmert sich ab jetzt mehr um ihre kleine Familie.

Was wir von ihr lernen können: Lassen Sie sich von Niederlagen nicht unterkriegen. Selbst wenn Sie zunächst belächelt werden, Ihr Aussehen nicht in den klassischen Vorstellungen entspricht oder Sie jeder unterschätzt, Kampfgeist und Disziplin zahlen sich irgendwann aus.

Kristina Vogel – Ausnahmesportlerin mit grenzenloser Lebenslust

Kristina Vogel ist gerade einmal 28 Jahre jung. Sie wurde im Jahr 1990 in der ehemaligen Sowjetunion geboren und ist dort auch aufgewachsen. Im Jahr 2007 startete sie ihre Laufbahn als Bahnradfahrerin beim RSC Turbine Erfurt und wurde direkt zweifache Europameistern im Sprint sowie im 500-Meter-Zweifahren. Ein Jahr später wurde sie sogar Gesamtsiegerin. Damit waren die ersten Meilensteine gesetzt. Kristina setzte ihre Karriere fort und konnte insgesamt als zweifache Olympiasiegerin in den Jahren 2012 und 2016 hervorgehen. Sie ist neben Anna Meares die wohl erfolgreichste Athletin ihrer Sportart und alles in allem elffache Weltmeistern. Spätestens seit den Olympischen Sommerspielen im Jahr 2016 kennt die junge Radfahrerin jeder, der Ahnung vom Radsport hat. Auf Grund ihrer enormen Nervenstärke und den überdurchschnittlichen Leistungen kann sich die Profi-Sportlerin locker mit ihren männlichen Kollegen messen. Dies bestätigt auch ihr langjähriger Trainer.

Hierzulande sorgte Kristina Vogel leider durch andere Umstände für Aufmerksamkeit. Die junge Sportlerin verletzte sich drastisch am 26. Juni 2018. Beim Training hatte sie eine Kollision mit einem niederländischen Fahrer und zog sich schwere Wirbelsäulenverletzungen sowie einen Trümmerbruch des Brustbeins zu. Die junge Frau musste ins künstliche Koma versetzt werden und lag über vier Wochen auf der Intensivstation. Heute ist Kristina Brust abwärts gelähmt. Ein einschneidender Schicksalsschlag, der die junge Kämpferin nicht davon abhält, weiter zu machen. Schon kurz nach ihrem Unfall gibt sich die Ausnahmesportlerin positiv und in die Zukunft blickend. Vogel selbst findet, dass sie großes Glück gehabt hat und froh sein kann, dass sie noch am Leben ist. In einem Interview gibt sie bekannt, dass sie sich nicht selbst bedauert und sogar froh ist, nicht ab Hals abwärts gelähmt zu sein. Eine wirklich starke und bewundernswerte Frau.

Was wir von ihr lernen können: Auch wenn uns Schicksalsschläge treffen und sich alles über Nacht ändert, lohnt es sich, das Leben zu nehmen wie es ist und das Beste daraus zu machen. Selbst in düsteren Momenten das Positive zu sehen, das ist wahre Stärke.

Regina Halmich – Box-Profi und gefragter TV-Star

Die nur 1,60 Meter große Regina Halmich lässt sich von ihrer niedlichen Optik nicht einschränken und beginnt schon früh, sich in einer Männerdomäne durchzuschlagen. Mit nur 11 Jahren beginnt die Karlsruherin mit Judo. Ein wenig später wechselt sie zu Kickboxen und Karate. Ihre finale Sportart: Boxen. Die im Jahr 1976 geborene Sportskanone zeigt schon früh, was sie drauf hat. Als Amateur-Boxerin wird sie drei Mal deutsche Meisterin. Damals eher ungewöhnlich für eine Frau, steigt sie im Jahr 1994 zur Profi-Europameisterin im Super-Fliegengewicht auf. Schon wenig später wird sie Weltmeisterin im Fliegengewicht und geht für den legendären Profi-Boxstall Universum Box-Promotion an den Start. Zwischen den Jahren 2004 und 2007 bewies sie immer wieder, was sie kann und boxte sich gegen diverse Konkurrentinnen durch.

Im Jahr 2007 dann die Wendung: Regina Halmich möchte ihre Karriere an den Nagel hängen. Ihr großer Abschiedskampf findet am 20. November 2007 in der dm-Arena in Rheinstetten statt. Ihr 56. Profikampf wird von mehr als 8,8 Millionen Zuschauern verfolgt. Ein Grund mehr für das Kraftpaket, nicht von der Bildfläche zu verschwinden. Sie startet als Co-Moderatorin für Boxkämpfe durch und moderiert nebenbei weitere wichtige sportliche Events. Ein wenig später wird sie Moderatorin und Coach bei „The Biggest Loser“ und beweist, dass sie mehr als nur boxen kann. Ihr gelingt eine phänomenale TV-Karriere und mittlerweile ist sie regelmäßig bei beliebten Shows wie „Let´s Dance“ und Co. zu sehen. Darüber hinaus engagiert sich die Sportlerin ebenso im sozialen Bereich und nutzt ihre Bekanntheit, um auf Gewalt gegen Frauen, Tierleiden und vernachlässigte Kinder aufmerksam zu machen.

Was wir von ihr lernen können: Selbst als Sportlerin muss man sich nicht nur auf einen Bereich beschränken. Neben der Liebe zum Sport, sollten man stets weitere nützliche Qualitäten an sich entdecken. Wer seine Bekanntheit nutzt, um sich für Schwächere stark zu machen, hat alles begriffen.

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